Rückblick Südtiroler Jazz-Festival 2010
Die Veranstalter blicken zufrieden auf das Südtiroler Jazzfestival 2010 zurück. Mehr als 18.000 Musikfans besuchten das 10-tägige Festival vom 25. Juni bis zum 4. Juli 2010.
Jazz-Größen traten bei mehr als 100 Konzerten in Brixen, in Bozen, in Meran, in Bruneck und nun auch im Vinschgau auf.
Sehr beliebt waren dieses Jahr die Konzerte auf Wein- und Berggasthöfen sowie an anderen ungewöhnlichen Orten. Ein paar Beispiele dazu: Über 200 Menschen kamen um 5 Uhr morgens nach Tscherms in den Labyrinthgarten Kränzelhof, um den Sonnenaufgang gemeinsam mit einem Konzert zu erfahren. Ungewöhnlich waren auch das Floß- und Fahrradkonzert entlang des Etsch-Flusses zwischen Nals und Sigmundskron sowie einige Veranstaltungen auf Almen. Das Konzept der Veranstalter scheint aufgegangen zu sein, denn auch die neuen Aufführungen im Vinschgau, die diesjährig erstmals mit im Programm waren, erfreuten sich vieler Besucher.
Ein Wehrmutstropfen waren die rückläufigen Besucherzahlen an den Abendendkonzerten auf den Hauptbühnen. Ein Grund war die übermächtige Konkurrenz der Fußball WM 2010. Zudem war es an vielen Abenden sehr, sehr warm, da blieben viele Menschen lieber im Freien als vor den Bühnen in den Konzertsälen.
Erfreulich war die ausgezeichnete Stimmung beim kritischen Fachpublikum und den Musikern selbst. Denn das Südtiroler Jazzfestival etabliert sich immer mehr zu einem Treffpunkt von Musikkünstlern, die von Südtirol aus neue Impulse für Ihre musikalische Arbeit mitnehmen. Auch Stars mit Weltruhm traten heuer das erste Mal gemeinsam in Südtirol auf (Noa mit Fabrizio Bosso und Luciano Biondini, Matthias Schriefl mit Gianluca Petrella,…). Und zum ersten Mal überhaupt in Europa trat die Nachwuchskünstlerin Marina Maximilian Blumin im Zuge des Jazzfestivals auf.
Auch prominente Medienvertreter (Washington Post, Bayrischen Rundfunk, Süddeutsche,…) beobachteten die Veranstaltungen und berichteten darüber.