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02 Aug

Jazzclub

So verschieden die deutschen Städte auch sein mögen, Eines haben sie gemeinsam: einen Jazzclub. In nahezu jeder, etwas größeren deutschen Stadt findet man einen Jazzclub, oft sogar mehrere. Dies war in den 1930er Jahren kaum vorstellbar, denn damals war der Jazz in Deutschland noch relativ unbekannt und unter den Nationalsozialisten wurde er gar verboten, da er als Musik des Feindes galt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges allerdings entstanden immer mehr Jazzclubs in Deutschland, die mit einem ganz besonderen Flair überzeugen. Jazzclubs findet man tatsächlich verhältnismäßig oft in Kellern, denn ein Saxophon oder eine Trompete können zugegebenermaßen schon ziemlich laut sein. Das Licht ist oft gedimmt, die Räumlichkeiten sind oft nicht allzu groß, so dass leicht eine private, fast schon heimelige Atmosphäre entstehen kann. Streng genommen sind die Jazzclubs kleine Konzerthäuser, denn dort wird eigentlich nie oder zumindest nie hauptsächlich Musik vom Band gespielt, sondern live. Ob es sich dabei um ein Konzert oder eine Jam Session handelt, sei an dieser Stelle vernachlässigt. Früher gab es neben Jazzclubs zahlreiche Pianobars, Live-Musik gehörte einfach dazu, aber in der heutigen Zeit ist das eher die Ausnahme und deshalb sind Jazzclubs einerseits zwar als Relikt alter Zeiten zu sehen, aber andererseits eher als willkommen und erfrischende Abwechslung zu Musik vom Band.
Jazzclubs sind aber auch in anderer Hinsicht eine Besonderheit, denn dort geht man hin, um mit Freunden Zeit zu verbringen, zugleich aber auch, um bewusst Musik zu hören. Die meisten Jazzclubs sind auch nicht auf einen bestimmten Stil festgelegt, so dass man aus einem vielfältigen Programm auswählen kann. Das Internet ermöglicht es den Besuchern außerdem, sich im Vorfeld bereits über die Künstler zu informieren, was gerade für Jazz-Neulinge hilfreich sein kann.